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Sag mal, wie sorgst du eigentlich vor?

Zur Altersvorsorge für selbstständige Dolmetscher*innen und Übersetzer*innen

Am 12. März 2025 fand in der Leipziger Regionalgruppe eine besondere, gemeinsam mit Kolleginnen des VKD organisierte Veranstaltung statt.

Angelehnt an das World-Café-Format gruppierten sich etwa 15 Teilnehmende nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in drei Gesprächsrunden zu den Themen staatlich geförderte Modelle, private Altersvorsorge und Altersvorsorge im Berufseinstieg. Es kamen Fragen auf wie „Sind bei der freiwilligen gesetzlichen Rentenversicherung Sondereinzahlungen möglich?“, „Sind private Rentenversicherungen vor der Anrechnung auf das Bürgergeld geschützt?“, „Lohnt sich in Sachen ETFs eine Beratung bei der Bank?“, „Sollte ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?“ oder „Ist für mich eine Berufs- oder Privathaftpflichtversicherung sinnvoller?“, die von den Teilnehmenden eingehend besprochen wurden. Nach gut 30 Minuten gab es die Möglichkeit, den Tisch bzw. die Gesprächsrunde zu wechseln.

Im zweiten Durchgang wurde dann das Thema Berufseinstieg durch Vermögensaufbau ersetzt, zu dem ebenfalls eine angeregte Diskussion entstand. Fachlich unterstützt wurden wir von einem Referenten der Sächsischen Verbraucherzentrale, der sich bereits während der Gesprächsrunden bereitwillig einbrachte und uns im zweiten Teil des Abends mit wertvollem, breit gefächertem Input rund um die private Finanzplanung versorgte. Zunächst gab er einen Einblick in die Grundlagen, von den wichtigsten Versicherungen über das empfehlenswerte Drei‑Konten-Modell bis hin zu zentralen Begriffen wie Anlagezweck und Anlagehorizont sowie Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft. Dann wurden verschiedene Anlagenklassen auf dem regulierten Kapitalmarkt (Aktien, Anleihen, Festgeld) und auch dem „grauen“, unregulierten Kapitalmarkt (Nachrangdarlehen, geschlossene Fonds, Direktinvestments) vorgestellt. Anschließend ging es um die Vor- und Nachteile von Renten- und Lebensversicherungen, bevor der letzte große – und für die meisten Teilnehmenden besonders spannende – Punkt Fondssparen und ETFs behandelt wurde. Zu letzteren lautete der abschließende Expertentipp: „Einfach anfangen!“

Nach einigen weiterführenden Fragen kamen die Teilnehmenden – wenig überraschend – zu dem Schluss, dass es bei der Altersvorsorge für Selbstständige kein Universalrezept gibt. Doch lässt sich festhalten, dass sich beispielsweise bei einem späteren Berufseinstieg oft eher ein ETF-Sparplan als eine klassische Rentenversicherung eignet, da bei letzterer nur bei relativ hohem Alter und hohem Einkommen die größten Vorteile entstehen. Kleinere Beträge können etwa auf einem Tagesgeldkonto zusammengespart und dann auf ein Festgeldkonto verschoben werden, wenn das Geld erst zu einem späteren Zeitpunkt gebraucht wird. So lassen sich recht unkompliziert Rücklagen bilden – und natürlich können je nach Möglichkeit auch materielle Güter wie Immobilien und Gold eine Option zur Altersvorsorge sein. Für die Regionalgruppenleitung war es eine gelungene und spannende Veranstaltung, und wir können uns vorstellen, ein solches Format in Zukunft auch für andere relevante Themen anzubieten (Vorschläge werden wie immer gerne angenommen).

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