➔ Wie kam Ihnen die Idee, Übersetzerin zu werden?
Das erste Mal kam mir dieser Gedanke bereits während meines Englischstudiums, als es in einem Seminar um Übersetzungstheorien ging. Zur Umsetzung kam es erst viele Jahre später, nachdem ich bereits über zehn Jahre als Englischlehrerin in der Erwachsenenbildung gearbeitet hatte.
➔ Gab es auf Ihrem Weg Vorbilder oder jemanden, der Sie bestärkt und unterstützt hat?
Freunde und Familie haben mich immer bestärkt und unterstützt, das war sehr wertvoll.
➔ Welchen Auftrag würden Sie ablehnen?
Einen Auftrag, der nicht meinen Fachgebieten entspricht, dessen Deadline ich nicht einhalten könnte oder dessen Bezahlung den Bearbeitungsaufwand nicht widerspiegelt.
➔ Wohin ging Ihre weiteste Reise?
Nach Madeira.
➔ Gibt es ein Buch, das Sie geprägt hat?
„Im Westen nichts Neues“ – ein Buch, das mich in seiner Schilderung der Schrecken des Krieges nachhaltig beeindruckt und das auch gerade in der heutigen Zeit nicht an Aktualität verloren hat.
➔ Was motiviert Sie jeden Tag?
Wie wohl die meisten Meschen, stehe ich nicht jeden Tag voller Motivation auf, vor allem im dunklen Winter nicht. Aber die Tatsache, dass ich meine Arbeit gern mache und ich mich für viele Aspekte begeistern kann, hilft.
➔ Woran glauben Sie?
Ich bin Optimistin und glaube daran, dass alles, was man mit Tatkraft und Liebe (und vielleicht ein wenig Nachdruck aus den Reihen seiner Lieben) angeht, auch gelingen kann.
➔ Gibt es einen Ort, an dem Sie Kraft sammeln können?
Die Natur.
➔ Was meinen Sie, helfen Übersetzer und Dolmetscher dabei, die Welt zu einem besseren Ort zu machen?
Übersetzer und Dolmetscher ermöglichen Kommunikation. Ein erster Schritt zu einer besseren Welt ist doch die Kommunikation, und dass man den anderen zuhört. Das ist eine Kernkompetenz von Dolmetschern und im übertragenen Sinne auch von Übersetzern. Also ja!
➔ Gibt es etwas Skurriles in Ihrer Tätigkeit, woran Sie auch nach langer Zeit immer noch denken?
Ich erinnere mich an viele Kundinnen und Kunden, aber an etwas Skurriles nicht.
➔ Gab es einen Auftrag der Sie besonders bewegt oder berührt hat?
Da ich doch mehr im technischen Bereich übersetze, sind emotionale Aufträge eher selten.
➔ Welche Beziehung pflegen Sie zu Deadlines?
Deadlines und ich haben eine entspannte Beziehung, da ich nur Aufträge annehme, die ich auch im gegebenen Zeitrahmen erledigen kann.
➔ Beschreiben Sie Ihren idealen Kunden ...
Mein idealer Kunde begegnet mir und meiner Arbeit mit dem gleichen Respekt wie ich ihm. Wenn es auch menschlich gut funktioniert, ist das natürlich ein willkommenes Plus. Das i-Tüpfelchen sind dann noch interessante Texte, die das Potenzial haben, meinen Horizont zu erweitern.
➔ Was würden Sie im Beruf niemals tun?
Alles, was einer vertrauensvollen und auf lange Sicht erfolgreichen Geschäftsbeziehung im Wege steht. Ehrlichkeit, Offenheit und Vertrauen sind für mich im beruflichen wie auch privaten Bereich unverzichtbar.
➔ In einem Satz – was würden Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?
Fragen, fragen, fragen und natürlich auf die Antwort warten … jedes Gespräch ist eine Gelegenheit, etwas Neues zu lernen.
(Der Fragebogen ist an den bekannten MDR-KULTUR-Fragebogen angelehnt.)